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Written by Lars
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Eine Gitarre, ein Schlagzeug. Zwei junge Herren, die im Erzgebirge groß geworden sind. Trotzdem ist Garda keine Zwei-Mann-Band, es ist eine Idee. Einer schreibt die Lieder und in Dresden macht ein loses Kollektiv von Freunden dazu die Arrangements. Sonderbare Akkorde, die stets klingen, als würde irgendwo darin irgendetwas zerbrechen, und einfache, gerade Beats und klare Strukturen. So ist ein Album entstanden, das auf einzigartige Weise pendelt zwischen üppiger Instrumentierung, schwelgenden Chören, fast orchestraler Opulenz, einigen abstrakt-experimentellen Passagen und fragilen, reduzierten Folkmomenten. Ein Manifest für Herzensangelegenheiten.
2006 beginnt Kai Lehmann, erste Songs für ein Projekt zu schreiben, das eigentlich keine Richtung hat. Keine konkreten Pläne und Zielstellungen oder gar den Hintergedanken einer Veröffentlichung. Es gilt Schmerzen zu verarbeiten und dem engen musikalischen Korsett seiner Post-Indiecore Band Claim zu entfliehen. Ein versehentlicher Auftritt mit drei Songs und plötzlich war Garda da. Musiker kommen dazu und lassen diese kleine Idee wachsen, ein Kollektiv schließt sich um den Bandkern Kai Lehmann und Ronny Wunderwald am Schlagzeug. Eine gemeinsame Grundidee ist Minimalismus. Keines der Lieder braucht zwingend weitere Instrumente. Das Gute an Musik jedoch ist, dass Verschwendung darin gelegentlich zu etwas besonders Schönem führt.
2007 dann die erste EP. „Go On! Dance! And Explode!“ wird allerorts, teils überschwänglich, gelobt:
„Songs, die durch tiefste Täler wandern ohne dabei weinerlich zu wirken. Zurückgelehnter als Sophia, gefestigter als Conor Oberst, leiser als Damien Rice.“ (VISIONS.de | Unexplored)
„…eine wirklich amtliche Country-Pop Platte, die den Vergleich mit Leuten wie Tiger Lou nicht zu scheuen braucht. 'Go On! Dance! And Explode!' ist eine wunderbare EP, die neugierig macht, was wohl noch kommen wird.“ (INTRO | Heimspiel)
Nun also das Debüt-Album, in jeder Hinsicht größer angelegt.
Thematisch ist es ein Blick hinter die Traurigkeit: Wut, Enttäuschung, Kausalitäten zerbrechender Beziehungen, die oft erst viel, viel später sichtbar werden. Schließlich ein Egal, ein Weiter, ein Trotzdem. Sicher kein politisches Manifest, dafür aber eins für das Zwischenmenschliche. Dass man in Herzensangelegenheiten aus Vergangenem nichts lernt, sagt auch der Titel dieses Albums. Im Hier und Jetzt jedoch können diese Lieder heilen.
„Die, Technique, Die!“ ist eine Co-Release von Schinderwies Productions, Regensburg, und dem jungen Dresdner Label K&F Records. Gründe, die Platte gemeinsam zu veröffentlichen, gibt es reichlich. Beide Labels verbindet eine enge Freundschaft zueinander und zu den beteiligten Musikern. Außerdem waren beide überzeugt, dass hier ein Album entstanden war, das viel zu gut ist, um im Wirrwarr hunderter deutscher Indie-Releases unterzugehen, ohne dass mehr als ein kleiner Kreis Eingeweihter davon Notiz nimmt. Man wollte Ressourcen bündeln und dieses Album mit vereinten Kräften promoten.
Gemischt hat Christian "Wuschi" Ebert (The Robocop Kraus, Hidalgo, Missouri). Für das Mastering zeichnet Pascal Stoffels (Blackmail, Delbo, Brocken Social Scene) verantwortlich.
Mitgewirkt haben letztlich neun Musiker, die Einflüsse aus Indie, Folk, Post-Hardcore, Emo, Pop und nicht zuletzt deutscher Blasmusik in sich vereinen und vorsichtig in das Gesamtbild integrieren. Mitglieder der LoFi-Country Band The Gentle Lurch steuern Piano, Orgel, Klarinette und Gitarren bei. Ein Freund aus der Ursprungsband Claim spielt den Bass. Nicht zuletzt erweitern ein befreundeter, klassisch ausgebildeter Cellist mit Garagenrock-Vergangenheit sowie Tenorhorn und Trompete der „Oederaner Blasmusikanten“ das Spektrum der Instrumente.
Den einenden, ja den finalen Widerspruch aber bildet Lehmanns Stimme, die auch flüsternd schreien kann. Tatsächlich. Und sie erzählt von Verlust, Verlassen und Verlassenwerden, aber auch von der Suche nach Sicherheit und Geborgenheit, wird dabei gelegentlich fündig, kann aber nie festhalten, was sie da findet. Ein sich ständig wandelnder Fluss - genauso ist auch Garda angelegt.
Download picture 1 for press use (Credit: Oliver Görke) Download picture 2 for press use (Credit: Oliver Görke) Download picture 3 for press use (Credit: Matthias Popp)
Website: gardamusic.com Myspace: myspace.com/gardamusic |
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